In diesen Tagen kann unsere Einrichtung in der Oppelner Straße auf eine 10 - jährige Geschichte zurück blicken.
10 Jahre, in denen die BewohnerInnen und MitarbeiterInnen viel geleistet haben, Neues ausprobierten und sich immer wieder auf Neuland wagten.
Im Jahre 1997, die Psychiatrie Enquete war schon Geschichte, kam der Stein ins rollen. Es entstand der Prototyp des heutigen BEW (Betreutes Einzelwohnen) im Verbund.
Abenteuerlust und Pioniergeist mussten die ersten MitarbeiterInnen als Schlüssel-qualifikation mitbringen.
Heute ist vieles ganz anders.

Die Anlaufphase des betreuten Wohnens im Wohnverbund Prowo e.V. für psychisch erkrankte Menschen:
1992 bekam Prowo e.V. ein Berliner Mietshaus in der Oppelnerstr. 17, im Wrangel-Kiez in Kreuzberg, von dem Verein Alternativer Altbau e.V.
1993 Sanierung des Hinterhauses.
1994 im Rahmen des Berliner Enthospitalisierungsprogrammes wurden geeignete neue betreute Wohnformen gesucht. Thomas Brütsch, ein Mitarbweiter des TWG-Teams von Prowo, wurde Initiator unseres Wohnprojektes für schwer chronisch psychisch kranke Menschen.

1997 Einzug der ersten sechs BewohnerInnen in das sanierte HH mit acht Ein-raumwohnungen und Einrichtung der ersten Gemeinschaftswohnung im HH, Parterre links, als sozialer Treffpunkt und Ausgangspunkt für Aktivitäten, das Büro wurde im VH, Parterre eingerichtet, die „Backstube“. Teamgröße vier MitarbeiterInnen.
Das Dachgeschoß im VH wurde ausgebaut. Es entstanden drei Zweiraumwohnungen. Das Team erweiterte sich von vier auf sechs MitarbeiterInnen. Die BewohnerInnenanzahl erweitert sich von sechs auf zwölf BewohnerInnen.
1998 Die Gemeinschaftswohnung bestehend aus zweieinhalb Zimmern, Küche und Bad wurde in den ersten Stock VH verlegt, danach in das zweite Stockwerk noch im Jahr 1998.
2002 Umzug aus der Backstube, das Büro wurde außerhalb des Hauses verlegt in die Oppelnerstr.44
2004 unser Büro wurde im dritten Stock VH installiert,
Eröffnung des Sportstudios in der Gemeinschaftswohnung für Hanteltraining und Fahrradergometer

Tagesangebot in der Oppelnerstrasse
montags Montagssportgruppe
Kochgruppe, Abendrunde, einmal im Monat
Pflichtplenum
dienstags Kochgruppe
Putzgruppe – Gemeinschaftswhg.
Märchenstunde
mittwochs Hausmeistergruppe
Rückengymnastik
Krafttraining
donnerstags Spaziergang
Abendessen
freitags Frühstück, einmal monatlich
Hobrecht- Frühstück im Rahmen des über- greifenden Angebotes von Prowo e.V.
Spielegruppe
vierzehntägig Gourmetgruppe u. Garten-AG
Kunst- Ag, Schwimmen
Einmal im Jahr findet bei uns im Haus das Betreuerwechselfest statt.
Mit Spannung und Spekulationen - wer wird mein neues Bezugsbetreuerpaar für dieses Jahr - sorgt das Betreuerwechselfest für Bewegung und Spannung im Haus und bietet den Raum für den Rück- und Vorausblick unserer Zusammenarbeit mit den BewohnerInnen.
Seit 2004 mit Einrichten unseres Sportstudios und dem Angebot von Krafttraining hat sich unser Sportangebot kontinuierlich erweitert.
Die Montagssportgruppe besteht seit 2004 und BewohnerInnen der ersten Stunde sind heute feste Mitglieder dieses Angebotes.
2005 kommt die mittwochs Rückengymnastik-Gruppe zur Körpererfahrung und der Erprobung des „ aufrechten Ganges“, sowie donnerstags die Kiezerkundungs-spaziergänge, hinzu.
Seit 2006 geht es zum Schwimmen in das Schwimmbad am Spreewaldplatz.
Dieses Jahr werden uns die wöchentlich stattfindenden Kiezbegehungsspaziergänge direkt in die Hobrechtstraße führen, um den Prowo-Chor zu stärken.

Unser Haus ist unsere Visitenkarte!
Die BewohnerInnen der Oppelner Straße sind aktiv bei der Erhaltung des Hauses mit eingebunden. Die Hausmeistergruppe erledigt anfallende Hausreparaturen, malert und baut „ Billi und Jolande“ von Ikea auf.
Dienste für die verschiedenen Gruppen werden von den BewohnerInnen übernommen und für festgelegte Zeiträume getragen, wie Einkäufe für das Abendbrot, Frühstück, Tischdienste.
Die Verantwortung für den reinlichen Zustand der Gemeinschaftswohnung tragen alle BewohnerInnen im quartalsmäßigen Rhythmus.
Der Garten wird gepflegt, bewässert und bepflanzt von der Garten-AG.
Die Einladungskarten für unser 10 jähriges Fest entwickelten und gestalteten TeilnehmerInnen der Kunst-AG.